PKV-Rückerstattung: Wann lohnt sich das?

Viele private Krankenversicherer belohnen ihre Kunden mit einer Beitragsrückerstattung (BRE), wenn im Laufe eines Jahres keine Rechnungen eingereicht werden. Das Modell richtet sich an Versicherte, die nur selten ärztliche Leistungen in Anspruch nehmen. Wer profitieren will, sollte die Regeln kennen und sorgfältig rechnen, wann sich die Rückerstattung lohnt.

In PKV-Tarifen mit Rückerstattungsoption gilt: Wer im Kalenderjahr keine Leistungen nutzt, erhält am Jahresende oder im Folgejahr einen Teil der gezahlten Beiträge zurück. Je nach Tarif kann dies zwischen einem halben und bis zu sechs Monatsbeiträgen ausmachen. Einige Versicherer koppeln die Höhe zusätzlich an ihr Geschäftsergebnis, die sogenannte erfolgsabhängige BRE. Ob die Rückerstattung für Sie persönlich sinnvoll ist, hängt stark von Ihrer Situation ab. Wer kleinere Rechnungen selbst bezahlt, kann unter Umständen mehr profitieren, als wenn er sie einreicht. Am Jahresende lohnt es sich daher, alle Belege zu prüfen und zu vergleichen, ob das Einreichen von Rechnungen oder die Rückerstattung finanziell günstiger ist. Wichtig zu wissen: Rechnungen können in der Regel bis zu drei Jahre nach Rechnungsdatum eingereicht werden, gerechnet ab Ende des Jahres, in dem sie ausgestellt wurden.

Erfreulich: Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen oder andere präventive Maßnahmen führen bei vielen Versicherern nicht zum Verlust der Rückerstattung. Dennoch gilt: Lassen Sie sich bei der Wahl Ihrer PKV nicht ausschließlich von hohen Rückerstattungen leiten. Ihre Gesundheit kann sich im Laufe der Zeit ändern, und es ist wichtig, dass Sie im Krankheitsfall jederzeit ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, auch wenn Sie dadurch die Rückerstattung verlieren. Die Beitragsrückerstattung ist ein willkommenes Extra, sollte aber nie wichtiger sein als Ihre Gesundheit.

FacebookYouTube