Berufsunfähigkeit

Definition

Eine Berufsunfähigkeit liegt dann vor, wenn infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall die versicherte Person voraussichtlich mindestens 6 Monate ohne Unterbrechung zu mindestens 50% außerstande ist, den vor dem Versicherungsfall zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eingerichtet war, auszuüben. Die Berufsunfähigkeit ist ärztlich nachzuweisen und die versicherte Person darf in dieser Zeit keine andere Tätigkeit ausüben, welche der Ausbildung und Erfahrung und der bisherigen Lebensstellung entspricht

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • finanzieller Schutz vor Berufsunfähigkeit
  • versichert gegen Krankheit und Unfall
  • sofortiger Versicherungsschutz
  • Leistung ab 50 % Berufsunfähigkeit
  • kein Verweis auf andere Berufe
  • Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit

Risiko Berufsunfähigkeit Das Risiko der Berufsunfähigkeit wird von den meisten Menschen stark unterschätzt. Jeder dritte Berufstätige wird vor Rentenbeginn berufsunfähig. Hauptursachen sind Schäden an Gelenken und Wirbelsäule dicht gefolgt von den immer häufiger auftretenden seelischen Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Tumoren.

Risiko Berufsunfähigkeit Kaum jemand will sich in jungen Jahren mit dem Gedanken auseinandersetzen, den eigenen Beruf einmal nicht mehr ausüben zu können. Doch immerhin wird etwa jeder dritte Berufstätige noch vor Rentenbeginn berufsunfähig, sei es durch einen Unfall oder eine schwere Krankheit. Informieren Sie sich also rechtzeitig über passende Vorsorgemaßnahmen!

Denn seit 01. Januar 2001 erhalten alle nach 1960 geborenen Berufstätigen im Fall der Berufsunfähigkeit faktisch keine Zahlungen mehr aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Statt dessen wurde die Erwerbsminderungsrente eingeführt, auf die aber auch nur der Anspruch hat, der nicht einmal mehr drei Stunden täglich irgendeine Arbeit verrichten kann. Die staatlichen Hilfen sind zudem so niedrig bemessen, dass sie Sie und Ihre Familie keinesfalls vor dem finanziellen Absturz bewahren können.

Die Kosten Bei der Berechnung der Beiträge teilen die Versicherungsgesellschaften ihre Kunden in verschiedene Gruppen mit unterschiedlich hohem Risiko ein. Grundlage hierfür ist der ausgeübte Beruf. So hat ein Akademiker, der überwiegend im Büro arbeitet ein weitaus geringeres Risiko, berufsunfähig zu werden als ein Bauarbeiter oder Landwirt. Menschen mit überwiegend körperlichen Tätigkeiten zahlen die höchsten Beiträge. Darüber hinaus spielt auch das Alter eine Rolle. Generell gilt: Je jünger Sie bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind, desto günstiger sind in der Regel die Konditionen.

Berufsunfähigkeitsvergleich Wir sagen Ihnen, wie viel Sie für eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ungefähr bezahlen müssen. Es ist jedoch nicht nur der Preis ausschlaggebend für die Entscheidung, welche die Beste ist. Auch die Versicherungsbedingungen sind von zentraler Bedeutung. Wir zeigen Ihnen auch, welche Vertragsbedingungen zum Vertrag gehören und welche nicht.

Aufgepasst! Eine gängige Form der Vorsorge ist die Kombination aus Berufsunfähigkeits- und Risikolebensversicherung. Kann der Versicherte seinen Beruf auf Grund von Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben, bezieht einer eine monatliche Rente; im Fall seines Todes erhalten die Angehörigen eine bestimmte Summe, die im Vertrag festgeschrieben wurde. Sinnvoll ist diese Kombination, die mitunter teurer ist als der reine Berufsunfähigkeitsschutz, also nur für Menschen, die Angehörige zu versorgen haben.

Achten Sie auch darauf, dass Ihr Vertrag nicht zu früh ausläuft und die Rente nicht zu knapp kalkuliert ist. Beziehen Sie Faktoren wie Inflation oder steigende Ansprüche im Alter in Ihre Berechnungen unbedingt mit ein. Nutzen Sie wenn möglich die Option auf Höherversicherung - ohne dass Sie einen weiteren Gesundheitscheck durchführen lassen müssen.

Der richtige Vertrag Haben Sie sich für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden, sehen Sie sich vermutlich mit einer Vielzahl von Anbietern konfrontiert. Bei der Auswahl gilt: Wichtiger noch als der Preis sind die Bedingungen, die Ihnen Ihre Versicherungsgesellschaft bietet.

Die sogenannte abstrakte Verweisung auf einen Beruf bietet dem Versicherer die Möglichkeit, sich vor Rentenzahlungen mit dem Argument zu drücken, der Kunde könne trotz gewisser gesundheitlicher Einschränkungen noch einer anderen als der bisherigen Tätigkeit nachgehen. In jedem Fall sollten Sie ein Angebot wählen, das den Verzicht auf diesen Passus ausdrücklich anführt - nur so bekommen Sie in jedem Fall Ihre monatlichen Rentenzahlungen.